Freitag, den 08. Mai 2015, 11:14 Uhr

Vereinsgründung im März 2015: Mother Hood setzt sich für die selbstbestimmte Geburt ein.

Die Bundeselterninitiative „Mother Hood“ setzt sich u. a. für eine echte Wahlfreiheit in Bezug auf den Geburtsort und den Geburtsmodus im Sinne einer sicheren, evidenzbasierten Geburtshilfe in Deutschland ein. Der Verein geht aus der Facebookgruppe “Hebammenunterstützung” mit 16.000 Mitgliedern hervor und wurde am 22. März 2015 gegründet. Mit zahlreichen Aktionen machen Eltern seit Februar 2014 auf die größer werdenden Missstände in der geburtshilflichen Versorgung in Deutschland aufmerksam. Der Verein erreicht derzeit direkt ca. 70.000 Familien und hat auch darüber hinaus eine hohe öffentliche Wahrnehmung. Darüber hinaus ist Mother Hood bundesweit mit zahlreichen weiteren Initiativen rund um das Thema Geburt vernetzt.

Wer sich informieren/mitmachen/sich einbringen möchte: 

www.hebammenunterstuetzung.de

https://m.facebook.com/Hebammenunterstuetzung


Mittwoch, den 22. April 2015, 10:47 Uhr
Von:Susanna Viehmann

Als Pilotprojekt soll DYCLE in den kommenden Wochen starten: Aus Babyurin soll wertvolle Humuserde werden.

Menschliche Ausscheidungen - einst eine wertvolle Ressouce - sind heute etwas, das wir schnell mit Wasser wegspülen. Die meisten Babywindeln werden weggeworfen und entweder aufwändig verbrannt oder irgendwo vergraben. Nicht nur die Herstellung, auch die Behandlung als Abfall kostet nochmals Energie.

DYCLE schlägt einen anderen Weg vor: Benutzte Babywindeln können gesammelt und in hygienischen, fruchtbaren Humus umgewandelt werden. Abfall wird eingespart und wertvolle Nährstoffe können erneut verwendet werden. Mit Hilfe der neuen Humuserde können Pflanzen und Bäume wachsen und erneut Früchte tragen. Dieser Kreislauf kann und sollte regional funktionieren.

Das Projektteam von DYCLE lädt am Samstag, den 25. April, zu einer ersten Infoveranstaltung ein:

Cafe "La Boheme"
Winsstrasse 12
10405 Berlin-Prenzlauer Berg
zwischen 13 und 18 Uhr

Eingeladen sind Eltern, die an dem Pilotprojekt in Berlin teilnehmen wollen - und alle, die auf andere Art und Weise etwas beitragen wollen.

Alle Infos: www.dycle.org


Freitag, den 23. Januar 2015, 11:01 Uhr
Von:Susanna Viehmann

Unser PURAPUR-Komposter am Büro.
Versuche in der Großkompostierung: Schon nach wenigen Wochen sind die PURAPUR-Einlagen fast vollständig abgebaut. Was bleibt: Phosphor!

Es ist ein chemisches Element, das uns umtreibt. Symbol P. Ordnungszahl 15. Übersetzt heißt es herzerwärmend "lichttragend" (das beruht auf dem luminösen Spektakel, wenn weißer Phosphor auf Sauerstoff trifft).

Phosphor.

Meine Mutter erzählte mir mal eine Urlaubsanekdote. Sie fuhr mit dem Auto durch Marokko. Links und rechts nicht viel mehr als Stein und Stand. Plötzlich taucht das Auto in eine dicke Staubwolke. "Huch" denkt meine Mutter. "Sandsturm! Wie im Kino!". Doch bevor sich ihr Puls beschleunigen und eine Lawrence-von-Arabien-Fantasie vor ihrem geistigen Auge entstehen kann, der ernüchternde Blick nach rechts: nix Sandsturm, Phosphorfabrik. Marokko gehört zu den Ländern mit den größten Phosphatvorkommen der Welt. 

Phosphor ist Baustein allen Lebens. Es steckt sogar in unserer DNA. Und nur durch den Einsatz von Phosphat-Düngern schaffen wir es (und dass schon nicht sehr erfolgreich) sieben Milliarden Menschen auf der Erde zu ernähren. Doch Phosphor ist endlich - es kann nicht künstlich hergestellt werden. Und eine Alternative zu Phosphor gibt es nicht.

Aus diesem Grund wird es immer wichtiger, Phosphor zurückzugewinnen. In organischen Abfällen steckt Phosphor in rauen Mengen. Und vor allem in unserem Urin. Forscher beschäftigen sich deshalb schon länger mit Recyclingmethoden für Phosphor. Hier geht's zu einem interessanten Clip von arte zum Thema Phosphor-Rückgewinnung aus Urin.

Babys haben besonders guten Urin. Sie bekommen kaum Medikamente und werden gesund ernährt. Ihre vollen Windeln sind kostbar. Deshalb arbeiten wir intensiv daran, dass unsere PURAPUR Einlagen auf verschiedenen Wegen in Abfallkreisläufe eingebracht werden. Denn: Verbrannte Windeln - und das ist der gängige Entsorgungsweg - sind verlorenes Phosphor. Bei 500 Millionen Kilogramm Windelmüll im Jahr in Deutschland kommt da einiges zusammen.

Wer mehr wissen möchte zum Thema Phosphor, dem seien folgende Links empfohlen:

"Ohne Phosphor geht nichts" - eine Themenseite von arte

Am Phosphor hängt das Schicksal der Menschheit - eine Reportage von Welt.de

"Ohne Phosphor geht es nicht" - ein Beitrag von movum - Briefe der Transformation


Mittwoch, den 17. Dezember 2014, 13:40 Uhr
Von:Susanna Viehmann

Aus unseren Einlagen ist in drei Monaten wertvoller Kompost geworden. Und so sieht es aus, wenn dieser hyperprofessionell abgesiebt wird. Wohoooo! Kompost! Yeeehhha!


Montag, den 22. September 2014, 10:45 Uhr
Von:Susanna Viehmann

Die regionale Presse war mal wieder zu Besuch im PURAPUR Büro. Herausgekommen ist dieser nette Artikel in der Thüringischen Landeszeitung.

(Eigentlich gab's den Artikel schon am vergangenen Samstag - aber da ist Susanna noch entlang des "Tjustleden" in Schweden gestapft, einem einsamen Weitwanderweg im Lindgrenschen Smaland. Das technologische Kommunikationsniveau auf dem Weg hatte etwa den Stand von 1804 - die Rauchzeichen am Lagerfeuer wurden in Weimar leider nicht empfangen. Deshalb ist der Artikel ein wenig verspätet hier online, aber nicht weniger aktuell.)


Mittwoch, den 03. September 2014, 11:13 Uhr
Von:Susanna Viehmann

Drei Wochen machen sich nun schon fleißige Organismen über unsere PURAPUR Einlagen her. In der Großkompostierungsanlage haben wir einen Probekomposthaufen angelegt und dokumentieren, wie lange unsere Einlage benötigen, um sich abzubauen - und welche Qualität der Kompost am Ende hat.

Weil durch den Abbauprozess der ganze Komposthaufen extrem warm wird - selbst bei kühlen 18 Grad Außentemperatur gestern haben wir in der Spitze über 70 Grad gemessen - muss das Material alle drei Wochen umgesetzt werden. Sonst sterben die wichtigen Organismen ab und der Abbauprozess geht nicht voran. Außerdem wird durch das Umsetzen sichergestellt, dass immer ausreichend Luft an den Kompost gelangt. Das ist wichtig, damit keine methanerzeugenden Gärungsprozesse stattfinden.

Wie es unseren PURAPUR Einlagen im Komposthaufen ergangen ist, seht ihr in der Fotogalerie - klickt euch durch!

(Unsere Mitmenschen haben übrigens nach unserer Umsetzaktion ganz schön die Nasen gerümpft - der süßliche Geruch des Bioabfalls ist wirklich ganz schön durchdringend und vor allem hartnäckig. Aber was tut man nicht alles für die Wissenschaft...).


Mittwoch, den 30. Juli 2014, 16:32 Uhr
Von:Susanna Viehmann

Klickt auf das Bild, um den Clip bei Vimeo anzuschauen.
Und ja, Susanna war verdammt erkältet. :)